Virtuelle Maschine wird zur Sicherung kurz angehalten

Dank der Sicherung durch Volume Shadow Copys können virtuelle Maschinen ohne Unterbrechung im laufenden Betrieb gesichert werden. Damit dies funktioniert müssen allerdings folgende Bedingungen erfüllt werden:

1. Die Integrationsdienste müssen in der virtuellen Maschine installiert und aktuell sein. Zudem muss die Funktion Sicherung (Volumenmomentaufnahme) in den Eigenschaften der Integrationsdienste aktiviert sein, wie in folgendem Bild zu sehen ist.
hvbackup

2. Die virtuelle Maschine muss sich logischer Weise im eingeschateten Zustand befinden
3. Auf dem Server (Host und Gast) muss genügent Platz vorhanden sein, um den Snapshot zu erstellen
4. In der virutellen Maschine muss der Dienst “Hyper-V Volume Shadow Copy Requestor” gestartet sein
5. Der Speicherort für die Snapshot-Dateien muss sich auf dem gleichen Laufwerk befinden wie die vhd/vhdx-Dateien der virutellen Maschine
6. Das in der virtuellen Maschine ausgeführte OS muss VSS-Kompatibel sein
7. Das Dateisystem innerhalb der virtuellen Maschine muss NTFS sein
8. Die Festplatte innerhalb der virtuellen Maschine darf nicht vom Typ Dynamisch sein. Nicht zu verwechseln mit dynamsichen VHD-Dateien!
9. Die Dienste COM+ Event System, Distributed Transaction Coordinator, Remote Procedure Call (RPC), System Event Notification und Volume Shadow müssen in der virtuellen Maschine ausgeführt werden bzw. auf Startart Manuell stehen.

Eine gute detailiertere Auflistung der Voraussetzungen findet man auch auf folgender Webseite http://support.altaro.com/customer/portal/articles/808575-what-are-the-requirements-for-live-backups-of-a-hyper-v-guest-vm

Was aber tun, wenn man alle oben aufgeführten Voraussetzungen erfüllt und die virtuelle Maschine zur Sicherung trotzdem kurz angehalten wird?

Erste Anlaufstelle bei Problemen sollte immer das Ereignisprotokoll sein. Darin war folgende Warnung zu finden:

hvbackup2

Letztendlich besagt die Warnung, dass die Snapshot-Dateien sich nicht auf dem gleichen Laufwerk befinden wie die VHD bzw. VHDX-Dateien. Dies würde zumindest mit den Anforderungen an ein HotBackup von virtuellen Maschinen kollidieren, aber der Speicherort für die Snapshots war in den Einstellungen der virtuellen Maschine auf dem gleichen Laufwerk konfiguriert.

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen kann man folgendes machen:

– Virtuelle Maschine exportieren und dann wieder importieren. Dabei darauf achten, dass die Verzeichnisse für Snapshots und die VHD/VHDX-Dateien auf dem gleichen Laufwerk liegen
– Unter Windows Server 2012 kann man versuchen den Speicher der virtuellen Maschine an einen anderen Speicherort zu verschieben

Solle es danach immer noch nicht funktionieren so bleibt einem nur folgende letzte Möglichkeit die auch bei mir geholfen hat. Ein Vorteil von virtuellen Maschinen ist ja bekanntlich die Flexibilität. So kann man die VHD/VHDX-Dateien der virtuellen Maschine einfach in einen anderen Ordner kopieren und eine neue virtuelle Maschine erstellen. Dieser fügt man dann die kopierten Festplatten an und startet daraufhin die virtuelle Maschine. Nachdem die neue virtuelle Maschine komplett hochgefahren ist, einen neuen Versuch starten diese mit der Sicherungssoftware zu sichern. Bei mir hat es nun problemlos funktioniert ohne die virutelle Maschine kurz für die Sicherung anzuhalten.

Hinweis: Wer die neue virtuelle Maschine nicht so einfach im LAN online nehmen kann, der kann sich damit behelfen, indem er dieser ein neues Dummynetzwerk zuweist, welches nur mit anderen virtuellen Maschinen kommunzieren kann. Da sich diese virtuelle Maschine alleine in diesem Dummynetzwerk befindet besteht keine Gefahr von doppelten Rechnernamen usw.

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